Zukunftsvisionen
Eine der wichtigsten Fragen der Zukunft gilt selbstverständlich der Entwicklung der Trinkwassernachfrage auf dem Gebiet des Großherzogtums Luxembourg. Obwohl man mit einem deutlichen Bevölkerungswachstum rechnet, kann davon ausgegangen werden, daß der individuelle Verbrauch aufgrund der Erhöhung der Tarife und der bewußteren Nutzung von Wasser rückläufig sein wird. Auch die Wassernachfrage vonseiten der Industrie wird zweifellos weiter zurückgehen.
Das SES wird die Maßnahmen zum Schutz und zur Sanierung seines wichtigsten Kapitals, der Quellenfassungen, fortsetzen. Der mehrjährige Plan sieht eine Sanierung aller Fassungen bis 2020 vor, insbesondere da neue hydrologische Studien besagen, daß die unterirdischen Ressourcen, die durch tiefe Bohrbrunnen erfolgreich ausgebeutet werden können, limitiert sind.
Mit der Inbetriebnahme der Station in Dondelange im Jahr 2010 wird die Desinfektion des Wassers ausschließlich mit Chlordioxid erfolgen.
In Einzelfällen wird man mitunter dazu gezwungen sein, auf kompliziertere Verfahren der Wasserbehandlung, wie die Filtration durch Membranen, zurückzugreifen.
Desweiteren werden die Rohrleitungsnetze der Zuführung und Verteilung ständig gewartet werden. Erwähnt sei ebenfalls die Erneuerung der Hauptleitung DN 500 zwischen Dondelange und dem Rebierg auf einer Länge von mehr als 13 Kilometern; Baubeginn war 2008.
Schließlich erlaubt die Entwicklung der Zusammenarbeit mit den landwirtschaftlichen Betrieben und das Inkrafttreten von Schutzzonen in der Umgebung der Brunnenfassungen, hoffentlich, den Schutz des Wassers, jener unentbehrlichen Ressource für alles Leben auf der Erde.
